Burgruine Hohenurach und Wasserfall

Die Burgruine Hohen Urach wurde um das 11. Jahrhundert errichtet und zählt meiner Meinung nach zu den schönsten in der Schwäbischen Alb. Früher diente die Burg als Sitz des Grafen von Urach. Urkundliche Erwähnung erstmals im Jahre 1235. Keine 800 Jahre später treibe ich mich auf der Burg rum und bin auf Spurensuche.

Seit 1765 ist die Burg eine Ruine, jedoch versucht man aktuell die Burg zu restaurieren und so gut es geht zu erhalten, was man an den Bauzäunen erahnen kann.

Die Burg ist ein Tourimagnet, also für Bushcrafter eher uninteressant dennoch kehre ich immer wieder gerne dort hin zurück. Leider ist der Aufstieg mit 15 KG Rucksack eher ein Marathon als ein Spaziergang. Vor allem das letzte Stück mit dem Betonboden hoch zur Burg ist sehr steil.

Aber von Anfang an. Der Start war in der Burgstraße auf dem Wanderparkplatz. Dort kann man Gebührenfrei sein Auto abstellen. Von dort aus ging es zuerst zu dem großen Wasserfall. Es gibt 2 Wasserfälle, leider habe ich nur den großen gesehen, der kleine soll viel schöner sein.

Kreuzhütte auf dem Weg zum Wasserfall. Inklusive Feuerstelle.

Der aufstieg zum Wasserfall ist eigentlich ziemlich easy, mitten im Wald steht die Kreuzhütte, eine kleine Hütte mit einer Feuerstelle. Dort angekommen kann man eine kleine Trinkpause einlegen. Von dort aus geht es dann einfach nur noch gerade aus dem Weg folgend. Nach 20-30 Minuten ist man dann schon auf dem Plateau des Wasserfalls.

Hier kann man sehen wie das Wasser aus dem Berg kommt.

Der Wasserfall wird von einer Karstquelle gespeist auf dem Bild sieht man sehr gut wie das Wasser aus dem Berg kommt. Eine Karstquelle ist ein Quelle die ein Teil eines Karstsystems ist. Irgendwo versickert Wasser, dass sich in einem unterirdischem Höhlensystem sammelt und dann an einer anderen Stelle wieder hervorkommt. Bekannte Karstquelle ist zum Bespiel der Blautopf in Blaubeueren, Baden Würtemberg.

Auf dem Plateau, dass an ein Vogelschutzgebiet grenzt sind weitere Feuerstellen die man nutzen kann. Im Sommer ist ein Kiosk geöffnet. Und auch dort sehr Tourigmäßig überlaufen. Als Bushcrafter fährt man am besten ab Anfang Oktober hin, da hat man größtenteils seine Ruhe.

Von dort aus geht es dann wieder runter, jedoch nicht den gleichen Weg wie man hoch gelaufen ist. Links neben dem Wasserfall führt ein Weg runter geradewegs zum Fuße des Wasserfalls.

Die Steintreppen am Fuße des Wasserfalls sind überspült.

Zuerst führt ein kleiner Waldweg hinunter der aber dann in Steinstufen übertritt. Schon auf dem Weg nach unten fühlt man sich schon wie in einem Dschungel. Ich war im Sommer da, es war alles grün und die Luftfeuchtigkeit hat auch ganz gut gedrückt bei dem heißen Wetter.

Wenn man glaubt das man trocken unten ankommt, der irrt. Aus jeder Ritze kommt das Wasser und ich erfreue mich jedes mal dieses Anblickes. Es ist wirklich wie ein kleines Paradies mitten in Süddeutschland das einen vergessen lässt.

Am Fuße des Wasserfalls angekommen kommt auf jeden Fall noch einmal ein AHHH und OHHH.

Der Malerische Anblick, anders kann ich es nicht beschreiben ist einfach zu schön um ihn nicht eines Blickes zu würdigen. Ich wäre am liebsten dort den ganzen Tag geblieben.

Doch leider war mein primäres Ziel die Burg, also ging ich weiter, folgte weiter dem Feldweg der an eine Reihe von Weiden führte. Rechts vom Weg führt ein kleiner Bach der von dem Wasserfall gespeist wird. Der kleine Bach entpuppte sich schnell als kleiner Canyon River und zeigte sehr schnell sein wahres Gesicht.         Die Fließgeschwindigkeit war an manchen Stellen enorm. Aber hier ist man auch in einem Dschungel ähnlichem Paradies.

Das ist der erste Bach der augenscheinlich Blaues Wasser führt und Kristallklar zugleich war.

Auf gehts zur Ruine, nach dem Aufstieg zur Ruine war ich endlich an gekommen und konnte mein Lager aufbauen. Mich anschließend am Lagerfeuer erfreuen und den Tag entspannt beenden.  Der Ausblick über die Stadt Bad Urach ist etwas selten schönes. Wie der Ausblick im Mittelalter war hätte ich gerne gewusst. Auch in der Nacht wenn die Stadt hell erleuchtet ist, ist es ein toller Anblick um herunter zu kommen und alles um sich herum zu vergessen.

Die Ruine ist leider ein Ort den die Menschen nicht so würdigen wie der Ort es verdient hätte. Leider kennen viele Touris nicht die Bestimmung eines Mülleimers und schlimmer noch die einer Toilette.

Unter der Ruine sind einige Gänge die es zu erforschen gibt oder auch als Schlafplatz nutzbar sind. Aber nun zu den Bildern die Aussagekräftiger sind als meine Worte. Viel Spaß und ich hoffe dass man sich mal sieht.

Chris auf dem Weg!

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